Der Steinbruch des Hartsteinwerks Kitzbühel: terrassierte Abbauwände aus grüngrauem Diabas, in der Sohle ein türkisfarbener Wasserspiegel
Biolit

Ein Berg, der Böden ernährt.

Basisch-silikatisches Diabas-Urgesteinsmehl aus dem Hartsteinwerk Kitzbühel. Seit 1955 gebrochen, feiner vermahlen als marktüblich – und in jeder Aussage durch unabhängige Labore belegt.

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Kitzbühel · Tirol · 47°26′ N

Wir verkaufen kein Versprechen. Wir verkaufen Gestein und legen die Messwerte daneben.

90 % der Körner kleiner als 80 µm Mahlfeinheit FEIN plus
pH 8,4 basisch-silikatisch kein Ätzkalk – wirkt über die Mineralien
47,97 % Kieselsäure (SiO₂) Median aus 30 Mischproben
7.160 m² Oberfläche je Kilo ULTRAFEIN plus gemessen nach DIN 66131 – etwa ein Fußballfeld

Vom Fels auf den Hof

Fünf Stationen zwischen der Abbruchwand in Tirol und Ihrer Güllegrube. Scrollen Sie weiter – die Strecke läuft mit.

Terrassierte Abbruchwand im Steinbruch mit deutlich sichtbaren Gesteinsschichten
Station 01

Die Wand

Gesprengt wird eine Abfolge aus vulkanischem Grünstein und den rotbraunen Aschen, die sich darüber abgelagert haben. Beides geht gemeinsam in den Bruch.

Gesteinsblock aus der Nähe: grüngrauer Grünstein, darüber eine rotviolette, blättrig zerfallende Aschenschicht
Station 02

Zwei Gesteine, ein Mehl

Der Grünstein ist umgewandelte Lava, die Aschen sind weicher und poröser. Sie bringen eine andere Mineralzusammensetzung mit – deshalb ist Biolit kein reiner Diabas.

Radlader in der Sohle des Steinbruchs vor der Abbauwand
Station 03

Brechen und Mahlen

Was als Blocksprengung beginnt, verlässt das Werk als Mehl. Je feiner gemahlen wird, desto größer die wirksame Oberfläche – und desto aufwendiger der Vorgang.

Nahaufnahme des gebrochenen Diabas-Materials im Steinbruch
Station 04

Gebrochen

Was hier noch als Korn zu erkennen ist, geht anschließend ins Mahlwerk. FEIN plus liegt am Ende bei 0–80 µm, ULTRAFEIN plus vollständig unter 63 µm – beim marktüblichen Vergleichsmehl sind es 58 %.

Hand hält eine junge Pflanze aus dem Steinbruch; der Wurzelballen ist länger als der Trieb darüber
Station 05

Und auf dem Hof?

Im Bruch wächst diese Pflanze ohne einen Krümel Humus – allein im zerbrochenen Gestein. Was ihre Wurzeln dort holen, bringen Sie mit Biolit auf Ihre Flächen.

Gesteinsblock im Steinbruch: unten grüngrauer Grünstein, darüber rotviolette vulkanische Aschen
Die Grenze ist im Block gut zu sehen: unten der grüngraue Grünstein, darüber die rotviolette, blättrig zerfallende Aschenschicht.

Was dieses Gestein besonders macht

Biolit ist kein reiner Diabas. Im Bruch bei Kitzbühel liegen zwei Gesteine unmittelbar beieinander: der grünliche Grünstein – umgewandelte vulkanische Lava – und die rotbraunen vulkanischen Aschen, die sich in Schichten darüber abgelagert haben.

Beides wird gemeinsam abgebaut und vermahlen. Die Aschen sind weicher und poröser als der Grünstein und bringen eine andere Mineralzusammensetzung mit. Diese Mischung gibt es in dieser Form bei kaum einem anderen Werk – die meisten Anbieter mahlen reinen Diabas.

Diabas ist ein vulkanisches Ganggestein. Seine Mineralien – unter anderem Feldspäte, Pyroxene und Chlorit – verwittern im Boden unterschiedlich schnell und geben ihre Nährstoffe dadurch gestaffelt frei statt auf einen Schlag.

Ein Gestein, vier Mahlgrade

Welchen Sie brauchen, entscheidet sich nicht am Preis, sondern am Einsatzort: Je feiner das Mehl, desto größer die wirksame Oberfläche – je gröber, desto länger der Depot-Effekt im Boden.

Stall · Gülle · Boden

BIOLIT FEIN plus

0–80 µm, mit bioaktiven Milchsäurebakterien. Das Arbeitspferd: Durch die Feinheit haftet es an den Kotpartikeln, sinkt in der Gülle nicht ab und löst Schwimmdecken auf.

Auch als FEIN ohne Mikroorganismen. Lose im Silozug, als BigBag oder Sackware.

Blattspritzung

BIOLIT ULTRAFEIN plus

Extrem fein – 80 % der Körner sind kleiner als 0,01 mm. Dadurch spritzfähig: Es lagert sich nicht ab, verstopft die Düsen nicht und klebt nicht.

Immer zuletzt und langsam in den Tank, Rührwerk laufen lassen, danach durchspülen. Der Bezug setzt eine abgeschlossene Qualifizierung voraus.

Streuen · Depot

Vulkansand

Gröberer Vulkansand (0–2 mm), pH 8,4. Zum Streuen mit dem Großflächen- oder Feuchtkalkstreuer – für die mehrjährige Remineralisierung.

Wirkt über Jahre nach. Vorsicht in wachsenden Beständen – die gröberen Körner können Blattschäden verursachen.

Grundversorgung

VGM Klassik

Vulkangesteinsmehl aus der Absaugung (0,19 mm) – die günstige Variante für die großflächige Grundversorgung, etwa im Forst.

Nur lose im Silozug lieferbar.

Zahlen statt Versprechen

Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus einer unabhängigen Untersuchung. Hier stehen die Quellen dazu.

So fein ist Biolit wirklich – die Körnungslinien

Je höher die Kurve, desto feiner das Mehl.

0 %25 % 50 %75 % 100 % 2 µm6 µm 20 µm63 µm 200 µm Korndurchmesser (logarithmisch) Massenanteil der Körner, die kleiner sind als …
Biolit ULTRAFEIN plus – 100 % feiner als 63 µm  ·  Biolit FEIN plus – 85,4 %  ·  marktübliches Diabas-Urgesteinsmehl – 58,0 %.
Bei 20 µm liegt Biolit FEIN plus bei 47,9 %, das Vergleichsmehl bei 24,4 %: knapp doppelt so viel Feinstanteil.

Gleiches Gewicht, mehr Volumen

1.000 kg 1.000 kg Vergleichsmehl Biolit fein ≈ 30 % mehr Volumen je Tonne + 30 %
Dreimal nachgewogen, gleiche Gefäße, randvoll: Das Vergleichsmehl war je Volumen 22–23 % schwerer. Umgekehrt heißt das, aus einer Tonne Biolit fein werden rund 30 % mehr Volumen – Sie behandeln also mehr Fläche und mehr Gülle mit demselben Gewicht. Ein reiner Preisvergleich je Tonne führt deshalb in die Irre.

Innere Oberfläche, gemessen

FEIN plus 2,98 m²/g ULTRAFEIN plus 7,16 m²/g gemessen nach DIN 66131
Die BET-Messung erfasst die gesamte innere und äußere Kornoberfläche – dort finden Nährstoffbindung und Bodenchemie statt. Zum Greifen: 1 kg ULTRAFEIN plus hat rund 7.160 m² Oberfläche, ungefähr ein Fußballfeld. Genau dafür lohnt der Aufwand des feinen Mahlens – mehr Bindungsplätze für Stickstoff, schnellere Verfügbarkeit der Mineralien.

Quellen. Körnungslinien nach ÖNORM B 4412 und BET-Oberflächen nach DIN 66131: BauLab, Kramsach 2018. Geochemie: Ingenieurbüro Unterweissacher 2018, Röntgenfluoreszenz (FUS-XRF), Median aus 30 Mischproben, Bericht 07/2018. Die Volumenmessung haben wir selbst durchgeführt.

Chemische Analyse (Hauptoxide)

BestandteilGehalt
Kieselsäure (SiO₂)47,97 %
Tonerde (Al₂O₃)14,73 %
Eisenoxid (Fe₂O₃)12,89 %
Magnesiumoxid (MgO)≈ 6,0 %
Kalziumoxid (CaO)4,03 %
Natriumoxid (Na₂O)2,96 %
Kaliumoxid (K₂O)1,64 %
Phosphat (P₂O₅)0,47 %
Manganoxid (MnO)0,16 %

Dazu ein breites Spektrum an Spurenelementen. Die Schwermetallgehalte liegen laut Gutachten im Bereich einer geringen geogenen Hintergrundbelastung.

Zulassungen & Nachweise

Aktuelle Listungen stehen zudem in der offiziellen FiBL-Betriebsmittelliste.

Mineralogische Analyse

Die aktuelle mineralogische Analyse des Hartsteinwerks Kitzbühel wird gerade neu erstellt. Sobald sie vorliegt, steht sie hier – wir stellen keine Zahlen ein, die wir nicht belegen können.

Anwendung und Menge

Richtwerte aus der Praxis. Was für Ihren Betrieb passt, hängt von Gülleart, Grubengröße und Boden ab – das rechnen wir gemeinsam durch.

BereichProduktMengeHinweis
Im StallFEIN plus0,5–1,0 kg je GVE und Tag Als Einstreu in Hoch- und Tiefboxen, auf Gummimatten, in Kompostställen, Mistkellern, auf Spaltenböden.
GüllebehandlungFEIN plusRindergülle: 2–4 t je 100 m³ Wird direkt vom Silozug in die Grube eingeblasen, ab halbvoller Grube möglich. Bindet Stickstoff und Geruch, löst Schwimmdecken, macht die Gülle homogen und fließfähig – Wasserzugabe kann entfallen.
FEIN plusSchweinegülle: 1–2 t je 100 m³
FEIN plusBiogas-Gärreste: 1–2 t je 100 m³
BiogasanlageFEIN plus1 % der Trockenmasse in die Fütterung Verbessert die Prozessstabilität in jeder Stufe. Angegebene Mengen nicht überschreiten.
GrünlandSANDILIT medium3–5 t/ha Ganzjährig möglich. Alternativ behandelte Gülle mit 10–12 m³/ha ausbringen.
AckerbauSANDILIT medium3–5 t/ha Grundversorgung des Bodens.
ULTRAFEIN plus3–5 kg/ha, 3–4 Anwendungen Blattbehandlung in der Vegetationsperiode – gut bei Raps, Zuckerrübe, Weizen, Mais, Kartoffel. Kombinierbar mit dem üblichen Pflanzenschutz, mit EM, Huminsäuren oder Spurennährstoffen.
Obst · Wein · HopfenSANDILIT medium3–5 t/ha im Herbst Zur Bodenverbesserung.
ULTRAFEIN plus3–5 kg/ha (Hopfen 7–10 kg/ha) Blattbehandlung mit der üblichen Wassermenge.
Gemüse & GartenFEIN plus200–400 g/m² (Boden) Leicht einarbeiten. Schwachzehrer 200 g/m², Mittelzehrer 300 g/m², Starkzehrer 400 g/m², lückiger Rasen 500 g/m².
ULTRAFEIN plus1 Esslöffel je Liter Spritzbrühe Blattspritzung im Hausgarten.
ForstSANDILIT medium / FEIN plus / VGM Klassik1–2 t/ha Bessere Mineralversorgung der Waldböden. Zum Einblasen aus dem Silowagen eignen sich SANDILIT fein oder VGM Klassik.

Stand der Anwendungsempfehlungen: 09/2023. Die vollständige Empfehlungstabelle senden wir Ihnen gern zu.

Häufige Fragen

Was ist Biolit?

Biolit ist ein basisch-silikatisches Urgesteinsmehl aus dem Hartsteinwerk Kitzbühel in Tirol. Es ist kein reiner Diabas: Gemahlen wird eine Abfolge aus vulkanischem Grünstein und den rotbraunen vulkanischen Aschen, die sich darüber abgelagert haben – beide gehen gemeinsam in den Bruch. Der Kieselsäureanteil liegt bei 47,97 %, der pH-Wert bei 8,4 (Röntgenfluoreszenz, Median aus 30 Mischproben, Ingenieurbüro Unterweissacher 2018).

Was unterscheidet FEIN plus von ULTRAFEIN plus?

Die Mahlfeinheit und damit der Einsatzort. FEIN plus liegt bei 0–80 µm und hat 2,98 m²/g innere Oberfläche – es haftet an den Kotpartikeln, sinkt in der Gülle nicht ab und ist das Arbeitspferd für Stall, Gülle und Boden. ULTRAFEIN plus liegt vollständig unter 63 µm bei 7,16 m²/g und ist dadurch spritzfähig, also für die Blattbehandlung gedacht. Beide Werte sind nach DIN 66131 gemessen (BauLab Kramsach 2018).

Wie viel Biolit braucht man für die Güllebehandlung?

Richtwerte mit FEIN plus: Rindergülle 2–4 t je 100 m³, Schweinegülle 1–2 t je 100 m³, Biogas-Gärreste 1–2 t je 100 m³. Eingeblasen wird direkt vom Silozug in die Grube, ab halbvoller Grube. Stand der Anwendungsempfehlungen: 09/2023. Was für den einzelnen Betrieb passt, hängt an Gülleart, Grubengröße und Boden.

Ist Biolit für den ökologischen Landbau zugelassen?

Für Biolit sowie für FEIN plus und ULTRAFEIN plus liegen FiBL-Konformitätserklärungen vor; beide stehen als PDF auf der Seite. Die jeweils aktuelle Listung steht in der offiziellen FiBL-Betriebsmittelliste.

Ist Biolit ein Kalk?

Nein. Biolit ist basisch-silikatisch und kein Ätzkalk. Der pH-Wert liegt bei 8,4, die Wirkung läuft über die Mineralien des Gesteins: Feldspäte, Pyroxene und Chlorit verwittern im Boden unterschiedlich schnell und geben ihre Nährstoffe dadurch gestaffelt frei statt auf einen Schlag.

Warum führt ein Preisvergleich je Tonne in die Irre?

Weil Biolit leichter schüttet. In einer eigenen Messung – dreimal nachgewogen, gleiche Gefäße, randvoll – war das marktübliche Vergleichsmehl je Volumen 22 bis 23 % schwerer. Aus einer Tonne Biolit fein werden damit rund 30 % mehr Volumen: dieselbe Tonne behandelt mehr Fläche und mehr Gülle.

Wie kommt Biolit auf den Hof?

Lose im Silozug, als BigBag oder als Sackware. Der Preis hängt an Menge und Frachtstrecke; der Preisrechner auf der Seite rechnet Ware und Fracht für die eigene Postleitzahl aus. Im Allgäu liefert der Ausfahrservice auch kleinere Mengen direkt auf den Hof.

Hand mit einer jungen Pflanze aus dem Steinbruch, deren Wurzelwerk länger ist als der Trieb

Ohne Humus. Nur Gestein.

Diese Pflanze ist im nackten Bruch gewachsen und hat dabei mehr Wurzel gebildet als Trieb. Was sie dort gefunden hat, ist genau das, was Sie mit Biolit auf Ihre Flächen bringen.